Motivation wecken
„Den öffentlichen Verkehr zu nutzen, entlastet Pendlerstraßen“ ist ein sehr vernünftiges Argument. Aber motiviert es, die neue Buslinie auszuprobieren?
- Unser Gehirn schaltet bei Informationen ab, die es nicht wahrnehmen will.
- Eine Person zu etwas zu motivieren, was sie nicht will, gelingt nicht.
- Menschen möchten nicht „zu etwas gebracht werden“.
Was motivierend ist, kennen wir von uns selbst: Wir öffnen uns einer Idee, wenn wir das Gefühl haben, selbst darauf gekommen zu sein. Wenn äußere Umstände uns nicht ohnehin zum Umdenken zwingen, brauchen wir Lust darauf: einen inneren Antrieb. Kommunikation kann dazu beitragen, einen solchen Impuls wahrscheinlicher zu machen.
Lebensumbruchssituationen als gute Momente für Kommunikation nutzen
Umzug, neuer Job, Studien- oder Ausbildungsbeginn, die Geburt eines Kindes, dessen Einschulung, gesundheitliche Veränderung oder der verdiente Ruhestand – an solchen Punkten im Leben müssen Abläufe und Wege häufig neu organisiert werden.
Hier kann Kommunikation – etwa einladende Infopost oder spezielle Anreize für Neuzugezogene – Ideen für nachhaltige Mobilität zeigen. Auch kleine Übergänge wie Jahreszeiten oder Angebote für begrenzte Zeiträume lassen sich kommunikativ nutzen: „Frühlingsradeln!“ oder „Drei Wochen beim Stadtradeln mitmachen!“
Klar: Kommunikation in Umbruchsituationen führt nicht automatisch zu Verhaltensveränderungen. Sie nutzt aber in jedem Fall einen Zeitpunkt, in dem Menschen offener sind, solche Informationen aufzunehmen.
Siehe Beispiele und Musterlösungen.