… sie können Fakten verstärken, aber leider auch jede Vernunft austricksen!
Ein interessanter Versuchsaufbau war so: Teilnehmende, die die Ergebnisse der Klimawissenschaften stark unterstützen, hörten – vielfach wiederholt – Falschinformationen zum Klimawandel.
Diese klimaskeptischen Aussagen erschienen ihnen anschließend etwas wahrer – obwohl sie ihren festen Überzeugungen widersprachen. Die Forschenden nennen das den Scheinwahrheitseffekt: Was unser Gehirn wiederholt wahrnimmt, hält es schlicht für wahrer als neue Aussagen. Die Spur im Gehirn ist gelegt, das wiederholt Falsche kann besser andocken und ist vertraut.
Vernunft und Fakten haben es schwer: der Effekt des anhaltenden Einflusses
Wenn ein Mensch einmal auf eine Falschinformation hereingefallen ist – sie also als vertrauenswürdig einstuft –, ist es schwer, diesen Glauben zu lösen. Denn: Wir glauben die Informationen sogar dann noch, wenn wir schon wissen, dass sie falsch sind. Die kognitive Verbindung im Gehirn löst sich nur langsam. Das nennt man den “Effekt des anhaltenden Einflusses”.
Das spricht für kommunikative Geduld und Wiederholungen, auch wenn sie einem selbst mittlerweile “langweilig” erscheinen.