Sprich klar und verständlich

Dos and Don'ts

Mit sieben Regeln für einen verständlichen Sprachstil werden Inhalte prägnanter – und man kann sich Informationen und Botschaften leichter merken.

1. Verben statt Substantive

dont

Die Durchführung der Förderung des Radverkehrs erfolgt durch die Bereitstellung zusätzlicher Abstellanlagen.

do

Die Stadt fördert den Radverkehr und baut mehr Fahrradabstellplätze.

2. Aktiv statt passiv

dont

Von der Verwaltung werden neue Fußgängerüberwege geplant.

do

Die Verwaltung plant neue Fußgängerüberwege.

3. Einfache und gebräuchliche Wörter

dont

Die Implementierung multimodaler Mobilitätsangebote soll eine Optimierung der intermodalen Wegeketten ermöglichen.

do

Wir schaffen gute Übergänge zwischen Bus, Bahn, Auto, Rad und Fußweg. So kommen Menschen leichter und sicherer ans Ziel.

4. Fremdwörter und Fachbegriffe vermeiden

dont

Die Mobilität im urbanen Raum bedarf einer integrierten, intermodalen Verkehrsorganisation zur Maximierung funktionaler Effizienz und urbaner Lebensqualität.

do

Städte brauchen gute und sichere Mobilität, die zum Alltag passt: verlässliche Busse und Bahnen, sichere Radwege, bequeme Fußwege und abgasfreie Autos.

5. Wortstaubsauger: Füllwörter raus

dont

Grundsätzlich ist es ja so, dass der ÖPNV im Prinzip noch deutlich attraktiver gemacht werden sollte.

do

Busse und Bahnen sollen attraktiver werden.

6. Überschaubare Sätze bauen: ein Gedanke pro Satz

dont

Der Hol- und Bringverkehr der Eltern führt, zusammen mit dem geballten Aufkommen von Kindern und Jugendlichen, die sich zu Fuß, mit dem Rad oder mit dem Tretroller zur Schule bewegen, regelmäßig zu unübersichtlichen und gefährlichen Situationen.

do

Vor den Schulen wird es morgens oft eng und unübersichtlich. Viele Eltern bringen ihre Kinder mit dem Auto. Gleichzeitig kommen viele Kinder und Jugendliche zu Fuß, mit dem Rad oder mit dem Tretroller. Autos wenden, halten in zweiter Reihe oder bleiben kurz stehen.

So entstehen gefährliche Situationen für die Kinder.

7. Gliedern, fetten, aufzählen und Absätze

dont

Für eine alltagstaugliche Mobilität müssen Radwege sicherer werden, Gehwege frei bleiben, Busse häufiger fahren, Haltestellen barrierefrei sein, der Autoverkehr sicher und klar geregelt sein, mehr Ladepunkte entstehen und Wohngebiete so geplant werden, dass wichtige Ziele schnell erreichbar sind.

do

Für echte Wahlfreiheit im Verkehr braucht es: 

  • sichere Radwege 
  • freie Gehwege
  • häufigere Busse und Bahnen 
  • barrierefreie Haltestellen
  • einen sicheren, geregelten Autoverkehr
  • ausreichend viele Ladepunkte
  • kurze Wege im Alltag 

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