Transparenz ist ein entscheidendes Mittel, um Vertrauen in Politik und Verwaltung zu fördern. Eine Meta-Analyse von 49 Studien mit insgesamt 436 untersuchten Effekten zeigt nun, dass es aber dennoch auf einige Faktoren ankommt:
Einblicke in laufende Entscheidungsprozesse erhöhen das Vertrauen — aber nur, wenn es nicht zu viele Informationen, wenn es keine unklaren Darstellungen sind. Auch enttäuschende Informationen unkommentiert weiterzugeben ist nicht ratsam. All das überfordert einen Teil der Menschen – und verstärken sogar das Misstrauen.
Rein digitale Informationen wirken eher schwächer als andere Formen der Transparenz wie das persönliche Gespräch.
Die Studie zeigt damit: Es reicht nicht, möglichst viele Daten zu veröffentlichen. Informationen müssen verständlich und eindeutig sein. Um Sicherheit zu vermitteln, müssen nicht alle Details erwähnt werden. Es ist legitim, eine verantwortungsvolle, einheitliche und auch knappe Geschichte zu erzählen.
Für Politik und Verwaltung bedeutet das: Transparenz sollte nicht nur als technische Veröffentlichungspflicht verstanden werden. Sie muss so gestaltet sein, dass Bürgerinnen und Bürger Entscheidungen nachvollziehen können — dass sich ein koheräntes Bild ergibt. Erst dann kann sie dazu beitragen, Vertrauen langfristig zu stärken.