Die ehrliche Antwort: Es kommt darauf an. Der Vergleich zwischen Verbrenner und Elektroauto wird oft auf Spritkosten versus Ladestrom reduziert. Aber es gibt viel mehr zu berücksichtigen. Der ADAC rechnet in seinen Vollkostenvergleichen mit Anschaffungspreis, Wertverlust, Kraftstoff, Wartung und Reparatur sowie Versicherung.
Das Ergebnis einer Studie (Herbst 2025): Verbrenner liegen in der Gesamtrechnung je nach Modell in der Regel noch vorne – das wird aktuell noch vor allem davon angetrieben, dass E-Autos im Vergleich zum Verbrenner in den ersten Jahren einen höheren Wertverlust verzeichnen. Dies hängt momentan vor allem von den schnellen Entwicklungen bei der Batterieleistung ab. Je nach Einzelfall verändert sich die Rechnung jedoch schnell, basierend darauf wie viel du fährst, wie du lädst und wie lange du das Auto behältst.
Dieser Artikel schafft Klarheit – und zeigt dir, worauf es beim Gesamtvergleich zwischen Elektroauto und Verbrenner ankommt.
E-Auto oder Verbrenner: Was passt zu dir? Ein Schnell-Check
Du willst einen schnellen Überblick, ob sich ein E-Auto oder ein Verbrenner für dich rechnet? Dann prüfe diese vier Kriterien. Sie ersetzen keinen individuellen Vergleich, geben dir aber eine gute Orientierung.
Eher E-Auto, wenn...
- du günstig zu Hause, beim Arbeitgeber oder an AC-Ladesäulen laden kannst.
- du mehr als 8.000 bis 10.000 Kilometer im Jahr fährst.
- du das Auto mindestens 6 bis 8 Jahre fahren wirst.
- du steuerliche Vorteile beim Dienstwagen nutzen möchtest oder du deinen Dienstwagen möglichst günstig versteuern willst.
Eher Verbrenner, wenn...
- du keine Möglichkeit zum günstigen Laden hast.
- du unter 8.000 Kilometer pro Jahr fährst.
- du das Auto kaufst und nach 2 bis 3 Jahren wieder wechselst (Leasingmodelle ausgenommen).
- der Kaufpreisunterschied für einen Neuwagen oder je nach Modell für dich finanziell schwer zu stemmen ist.
Die Frage aller Fragen: Wie lange behältst du dein Auto?
Das ist keine Nebenfrage. Sie ist entscheidend in jeder Vollkostenrechnung. Wenn du dein Auto nach drei Jahren tauschst, rechnest du komplett anders als jemand, der ein Auto zehn Jahre fährt.
Denn: Ein E-Auto kostet im Vergleich zum Verbrenner in der Anschaffung heute noch mehr. Diese Mehrkosten im Aufpreis amortisieren sich durch günstigere Betriebskosten. Das braucht aber ein bisschen Zeit. Laut DAT-Report liegt die durchschnittliche Haltedauer privater Autos in Deutschland bei rund 8 Jahren. Wenn du in diesem Bereich liegst, lohnt sich ein E-Auto in der Regel.
Und: Für alle Neuzulassungen ab 1. Januar 2026 gibt es die neue Kaufprämie mit 3.000 bis 6.000 Euro Förderung. Für viele E-Autos ändert das die Rechnung.
Auf diese fünf Blöcke kommt es außerdem bei der Vollkostenrechnung an: