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Urlaub & Freizeit
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Mitten ins Grüne: nachhaltig mobil in der Freizeit

Immer wieder, wenn in Baden-Württemberg die Urlaubssaison vor der Tür steht, steigt der Wunsch nach Entspannung und Unbeschwertheit. Wen es nicht in die Ferne zieht, der kann vor der eigenen Haustür viel Neues entdecken. Wandern, Reiten und Touren mit E-Bike oder Rollstuhl – eine Vielzahl der Freizeitangebote im Ländle sind klimafreundlich und vor allem: gesund.

Hin und wieder braucht jeder mal Abwechslung vom Alltagstrott, egal ob im Urlaub oder nur übers Wochenende. Und was eignet sich dazu besser als zu Fuß ins Grüne zu ziehen? Die gute alte Wanderslust packt auch heute noch ebenso viele Urlauber wie Wochenendausflügler in Wandervereinen. Ob man auf den Spuren der Römer, Pilger oder Kelten wandeln will oder einfach nur Lust auf ein schönes Panorama hat – die Möglichkeiten sind schier unendlich. Aber nicht nur die bloße Schönheit steht im Mittelpunkt des organisierten Wanderns. „Nachhaltigkeit, Mobilität und die Veränderung unserer Kulturlandschaften gehören für uns dazu“, sagt Karin Kunz vom Schwäbischen Albverein. Um ein größeres Bewusstsein für diese Themen zu schaffen, entstand in Kooperation mit dem Schwarzwaldverein die Heimat- und Wanderakademie Baden-Württemberg. „Bei unseren Seminaren werden die Teilnehmenden geschult, zielgruppengerechte Wanderungen anzubieten. Beispielsweise kann man sich als Gesundheitswanderführer, Schulwanderführer oder Spezialist für Wanderungen für Teilnehmende mit Handicap bei uns zertifizieren lassen“, sagt Kunz. „Außerdem ist es unseren Wanderführerinnen und Wanderführern wichtig, die Landschaft erlebbar zu machen und immer wieder auch die Zusammenhänge zwischen unserem Lebensstil und der Veränderung der Kulturlandschaft aufzuzeigen.“

Kurzentschlossene können heutzutage auch mit wenigen Klicks auf eigene Faust Wandertouren in ihrer Region suchen und mittels Wanderroutenplaner alle nötigen Infos auf ihrem Smartphone abrufen oder Karten ausdrucken. Eigens für Baden-Württemberg gibt es inzwischen sogar eine Auswahl kostenloser Wander-Apps.

Urlaub ohne Barrieren: Mit dem Rollstuhl durch Wald und Wiesen

Wer denkt, dass Menschen mit körperlicher Behinderung sich in ihrer Freizeit von Stock und Stein abschrecken lassen, ist definitiv auf dem Holzweg. Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer können nun vielerorts nicht nur barrierefrei zum Bahnhof und schließlich zum gewünschten Zielort gelangen. Es steht ihnen auch ein immer weiter wachsendes Angebot an rollstuhlgerechten Wandertouren und Unterkünften zur Verfügung. So hat sich der Landesverband für Menschen mit Körper- und Mehrfachbehinderung Baden-Württemberg e. V. das Ziel gesetzt, dass weder gehbehinderte Menschen noch Menschen im Rollstuhl vom „Abenteuer Natur“ ausgeschlossen werden. Nach einem Praxistauglichkeitscheck hat der Verband weit über 100 Wandertipps für Rollstuhlfahrer auf seiner Homepage zusammengestellt.

Auch das Gemeinschaftsprojekt „Schwarzwald barrierefrei“ bietet eine Auswahl rollstuhlgerechter Ausflugsorte.

Abgasarm und genügsam: Mit dem Pferd durchs Landidyll



Wer die Natur gerne aus einer etwas anderen Perspektive genießen möchte, kann vom Hochschwarzwald bis Hohenlohe die vielfältigen Kulturlandschaften Baden-Württembergs im Sattel erkunden. Das so genannte Wanderreiten ist deutschlandweit verbreitet und hat auch im Ländle eine treue Anhängerschaft. Eine ausführliche Übersicht bietet die Seite „Wanderreiten in Baden-Württemberg“.

Vom Hamsterrad aufs Pedelec: Elektrisiert, aber entspannt

Nicht jedem mag gleich in den Sinn kommen, sich nahtlos vom Hamsterrad im Büro aufs Pedelec zu schwingen. Zwar ist Freizeitgestaltung mit dem Rad nichts Neues, jedoch wächst das Angebot an Elektrorädern und Segways stetig weiter. Vielerorts arbeiten Tourismuswirtschaft und Kommunen enger zusammen, um die Elektromobilität in einer Region zu fördern. Die Kooperation der Landkreise Rottweil, Schwarzwald-Baar und Tuttlingen und der IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg sowie der Handwerkskammer Konstanz im Rahmen der Modellregion ist nur eines von vielen Beispielen. Auf dieser Basis sind in der Urlaubsregion bereits viele elektromobile Angebote entstanden. Wer es ausprobieren will, kann auf dem Portal der Tourismus Marketing GmbH Baden-Württemberg nach den entsprechenden Schlagworten suchen und wird mit einer großen Auswahl belohnt. So kann man von Bad Krozingen mit dem Pedelec am Rande des Schwarzwalds entlang bis zum Schönberg radeln. Oben wartet die kleine Berghauser Kapelle mit einem atemberaubenden Rundumblick in die Vogesen, den Schwarzwald und das Markgräflerland. Etwas weiter nördlich locken die Ettenheimer Weinberge und die dazugehörigen Weingüter mit Segway-Touren. Aber auch viele sehenswerte Städte wie Heidelberg, Karlsruhe oder Konstanz lassen sich bequem in geführten Touren auf zwei motorisierten Rädern erkunden. Wer mindestens einen Mofa-Führerschein oder einen Führerschein der Klasse B vorweisen kann, darf sich aufs wendige Zweirad stellen.

All dies ist in Baden-Württemberg unter anderem auch den verschiedenen Förderprogrammen der Landes- und Bundesregierung zu verdanken. In den ausgewählten Modellkommunen und -regionen tut sich immens viel. Vom Bodenseekreis, über den Hochschwarzwald bis hin zum Großraum Stuttgart gilt: Baden-Württemberg wird e-mobil.