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Ich, nachhaltig mobil

Während der "Neuen Mobilität auf Tour" haben wir mit zahlreichen Besucherinnen und Besuchern über nachhaltige Mobilität sprechen und diskutieren können. Einige von ihnen erzählen in unserer neuen Rubrik, warum sie aus Überzeugung nachhaltig mobil sind.

Gudrun und Michael Schollbach, Tübingen

Ohne Auto rundum mobil

Seit 29 Jahren leben und bewegen wir uns ohne eigenes Auto. Wir hatten einfach das Glück, immer so zu wohnen, dass wir für unsere täglichen Wege nie wirklich auf ein Auto angewiesen waren. Natürlich hätten wir uns trotzdem eins zulegen können, aber wenn man es mit der nachhaltigen Mobilität ernst meint, ist man manchmal überrascht, was alles ohne Auto geht. Der Schulweg der Kinder, der Weg zum Einkaufen – all das lässt sich bei uns zu Fuß, mit dem Rad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln bewältigen. Wenn wir doch mal ein Auto brauchen, nutzen wir Carsharing.

Hermann Eberbach, Zizishausen

Mein, dein, unser Auto

Ich habe kürzlich beruflich umgesattelt. Dadurch hat sich meine Arbeitsstrecke so verkürzt, dass ich sie jetzt noch bequemer mit dem Fahrrad zurücklegen kann. Da wir das Auto unter der Woche nicht mehr so oft brauchen, haben wir mit unseren Nachbarn eine Art privates Carsharing vereinbart. Sie nutzen das Auto werktags, wir dafür verstärkt am Wochenende. Dieser Schritt lag für uns nahe, da das Auto sonst 90 Prozent der Zeit nur ungenutzt herumstehen würde, wie die meisten anderen Autos leider auch.

Rhea Halm, Nürtingen

Das Fahrrad als Familienkutsche

Eigentlich fahre ich seit jeher mit dem Fahrrad. Zeitweise hatten wir zwar ein Auto, das wir dann aber wieder abgegeben haben, da es im Endeffekt keinen Mehrwert gebracht und nur unnötig Kosten verursacht hat. Außerdem habe ich mich mit Auto immer gestresster gefühlt als ohne. Im Moment suche ich nach einer nachhaltigen Möglichkeit, meine Tochter an den kühleren und nasseren Tagen ein bisschen schneller zum Kindergarten zu bringen. Ein Auto mit Verbrennungsmotor ist dabei für mich allerdings grundsätzlich ausgeschlossen.

Karl Reinhard Krüger, Friedrichshafen

Der Elektroroller – ein smarter Begleiter

Seit 2011 wohne ich in Friedrichshafen. Über meine Mobilität mache ich mir schon immer Gedanken. Zuerst habe ich mir einen gebrauchten Elektroroller gekauft und damit 10.000 Kilometer zurückgelegt. Zu jeder Jahreszeit war ich so unterwegs. Leider hat mich mein geräuschloser Weggefährte allzu früh im Stich gelassen. Seit ein paar Tagen bin ich nun stolzer Besitzer eines neuen Elektrorollers - ein unu. Das kann ich nur wärmstes empfehlen!

Gert Wiedemann, Geislingen a. d. Steige

Mit dem Streetstepper unterwegs

Ich fahre täglich mit meinem Streetstepper, einem Steppfahrrad, von Eislingen nach Kuchen zur Arbeit. Als Gründer und Inhaber vom Alb-Store begleitet mich das Thema Fahrrad auch beruflich Tag für Tag, denn wir statten nahezu jedes normale Fahrrad mit einem Elektroantrieb aus. Auch mein Streetstepper verfügt über einen Elektroantrieb, den ich selbst installiert habe. Für ein Steppfahrrad mit Elektroantrieb habe ich mich entschieden, weil ich Hüftprobleme hatte und mit einem normalen Fahrrad nicht viel anfangen konnte. Letztendlich hat mir das bis heute eine Hüftoperation erspart. Durch diese besondere Form der Fortbewegung bin ich mit vielen Menschen mit Handicap in Kontakt gekommen. Dadurch ist auch ein tolles Projekt entstanden: Der Verband Region Stuttgart förderte unter dem Titel "Nachhaltige Mobilität für Menschen mit Einschränkungen" den Einsatz spezieller Dreirad-Pedelecs in unserer Region. Dabei konnten wir viel Erfahrung sammeln, wie ein geeignetes Dreirad gestaltet sein muss, um trotz Einschränkung mit dem Rad eigenständig mobil bleiben zu können. Unser Hauptfokus im Albstore liegt nun auf der Umrüstung und Anpassung von Therapierädern, die wir mit einem Elektroantrieb ausstatten. Diese Arbeiten haben mein Leben sehr bereichert und ich bin dankbar solche Erfahrungen täglich machen zu dürfen.

Elke Hellstern, Kuchen

Fit und gesund: mit dem Rad zur Arbeit

Ich fahre bereits seit vielen Jahren mit dem Rad zur Arbeit. Zeitlich macht es keinen großen Unterschied zum Auto. Und die Parkplatzsuche entfällt auch. Der Hauptgrund ist aber, dass man damit nicht nur die Umwelt schont, sondern auch gesünder bleibt und wacher bei der Arbeit ankommt. Mit der richtigen Ausrüstung kann man eigentlich bei fast jedem Wetter mit dem Rad fahren.

Sven Reimlod, Zaisenhausen

Überzeugter E-Mobilist

Ich habe mich aus eigenem Interesse vor einem Jahr über Fördermöglichkeiten zur Elektromobilität informiert und bin dabei auf das LivingLab BWe mobil-Projekt "Get eready" aufmerksam geworden, das den Aufbau geschäftlicher E-Flotten fördert und erforscht. Daraufhin haben wir einen Tesla Modell S angeschafft und bei uns am Gebäude eine Ladestation, eine "Wallbox", installiert. Seitdem sind wir Teil der Ladeinfrastruktur von "Get eready". Auch privat bin ich faszininiert von der Leistung und Reichweite, die Elektroautos heute schon erreichen – und überzeugter E-Mobilist.

Joachim Schwarz, Stuttgart

Umweltfreundlich, stressfrei und zeitsparend

Vor drei Jahren haben meine Familie und ich unser Auto abgeschafft. Bei den wenigen Fahrten, die wir unternehmen müssen, beispielsweise um Getränkekisten zu transportieren, greifen wir seitdem auf Car2Go zurück – das kommt etwa einmal im Monat vor. Für Fahrten in die nähere Umgebung  nutzen wir das Stadtteilauto. Nicht nur der Umwelt zuliebe habe ich mich entschieden, auf ein eigenes Auto zu verzichten: Körperlich fit zu bleiben, war ein weiterer, nicht unwesentlicher Grund. Darüber hinaus verfügt Stuttgart über ein sehr gutes Nahverkehrsnetz: Wenn ich in der Straßenbahn sitze, habe ich beispielsweise Zeit zu lesen. Zudem ist es ohne Auto stressfreier. Ich muss keinen Parkplatz suchen und auch nicht auf die Zeit achten – im Gegenteil: Bei Bus und Bahn kann ich jederzeit irgendwo einsteigen. Dadurch steht mir mehr Zeit zur Verfügung.

Hartmut Schwartz, Lauda
  • Bild: © MVI

Ich fahre grundsätzlich mit dem Rad zur Arbeit. Für mich ist das nicht nur umweltfreundlicher, sondern auch Spaß, Training und Gesunderhaltung. Ein Bekannter von mir wohnt ca. 1km vom Bahnhof in Lauda entfernt am Berg. Schließlich habe ich ihn davon überzeugt, anstatt mit dem Auto lieber mit dem Zug zu fahren und den Fußweg zum Bahnhof und wieder zurück dazu zu nutzen, einfach fit zu bleiben. Auch in meiner Freizeit kombiniere ich gern den ÖPNV mit meinem Hobby Mountainbiking.